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Einfach mal die Niers

Die Niers fließt von Erkelenz über Geldern, Weeze und Goch bis Gennep in die Maas. Für eine Tagestour haben wir uns einen Abschnitt bis Weeze gewählt. Es ist Anfang Juni und so sind noch nicht so viele andere Wasserfreunde unterwegs, wie im Hochsommer.

Ich komme mit den Booten auf dem Dach an und der Parkplatz ist noch leer. Woran mag dies liegen? Die Niers ist doch sonst so begehrt? Liegt es an der Wetterprognose, die keinen Sonnentag, aber dafür keinen Regen verspricht oder daran, dass bis vor ein paar Tagen die Niers drohte über die Ufer zu treten? Na egal, wir haben einen angenehmen Wasserstand und die Wetteraussichten versprechen einen schönen Tag. Schnell sind die Boote abgeladen, umgezogen und die ersten wichtigsten Dinge besprochen, damit das komplizierteste erledigt werden kann – das versetzen der Fahrzeuge. Wir wollen ja nach der Paddelei am Ausstieg mindestens ein Fahrzeug stehen haben, damit wir die Fahrzeuge vom Einstieg holen können und jeder mit seinem Auto wieder nach Hause kommt.

Nachdem dies erledigt ist, kann es endlich los gehen. Wir machen uns mit den Kajaks vertraut, stellen diese entsprechend auf uns ein und können unsere ersten Meter im Boot bewältigen. Schnell wird klar, dass es nicht so kompliziert ist. Wir beobachten die Flora und Fauna am Ufer der Niers und sind erstaunt, wie schnell wir den Alltag vergessen. Die Sorgen und den Stress haben wir zu Hause gelassen und sind von der abwechslungsreichen Umgebung erstaunt. Wir sind doch nur auf der Niers unterwegs, aber vom Wasser aus gesehen sieht das alles ein bisschen exotischer aus, als vom Ufer.
Bald erreichen wir das Wehr am Schloss Wissen. Da wir bisher noch keine Pause gemacht haben, ist jetzt der richtige Zeitpunkt, unsere Lunchbox zu plündern. Mittlerweile sind wir auch nicht mehr allein auf dem Wasser unterwegs. Einige Leute sind in Kanadiern unterwegs, andere machen an der Umtragestelle so eine Art Schnitzeljagd und müssen Knobelaufgaben am Niersufer erfüllen.

Gut gestärkt treten wir unsere letzte Etappe an. Unser Ziel ist fast schon zum greifen nah. Viel schneller als gedacht, erreichen wir unser Tagesziel. Wir tragen die Kajaks zum Parkplatz, ziehen uns um, holen die Autos vom Einstieg, laden die Boote und lassen die schöne Paddeltour im Biergarten an Kevins Pub ausklingen, bevor wir den Heimweg antreten.